Die Kleinregion Zengöalja

Die Kleinregion Zengöalja

Vorschaubild der Ortschaft Szellö

liegt im Süden Ungarns, in der Nähe von Pécs. 20 Orte um den Berg Zengö haben sich zur Partnerschaft mit Unterschleißheim zusammengeschlossen: Apátvarasd, Berkesd, Ellend, Erdösmecske, Erzsébet, Fazekasboda, Hidas, Kátoly, Kékesd, Lovászhéteny, Martonfa, Mecseknádasd, Nagypall, Óbánya, Ófalu, Pécscvárad, Pereked, Szellö, Szilágy, Zengövárkony.

Die Orte liegen in einem Naturschutzgebiet mit dichten Wäldern, klaren Bächen und frischer Luft, einladend für einen erholsamen Urlaub zum Wandern, Radfahren, Jagen und Fischen. Die Landschaft strahlt eine wunderbare Ruhe aus, für ihre herzliche Gastfreundschaft sind die Bewohner der Gegend berühmt, sie begeistert jeden Besucher. Zudem erleichtert das leicht schwäbisch angehauchte Deutsch, das viele unserer Partner sprechen, die Verständigung ungemein.

Heimatkundliche Ausstellungen, sakrale und geschichtliche Baudenkmäler erzählen über die Geschichte, die St. Stephan Kapelle aus dem 10. Jahrhundert, über die Arpadenzeit, die Ruinen auf dem Schlossberg über die Türkenherrschaft, die Rékaburg über die schottische Heilige Margarethe und die bischöfliche Residenz mit Kapelle im Barockstil erinnert an den einstigen Besitzer des Dorfes Georg Klimo und an einen prominenten Gast, Franz Liszt.

Handwerksbetriebe, wie Stuhlflechter, Steinmetze, Holzdrechsler, Fassbinder, Seiler sind genauso zu finden wie Töpfereien, Webereien und natürlich Weinbauern, die die Kunst des Weinherstellens von ihren Ahnen, den vor Jahrhunderten angesiedelten Deutschen, erlernt haben.

Kurzer Blick auf die Geschichte

Vorschaubild der Ortschaft Lovaszheteny

Die Geschichte der Kleinregion Zengöalja ist von drei großen Perioden bestimmt. Nach vielen vorgeschichtlichen Stämmen, die dieses Land zeitweise durchstreiften und kurzfristig besiedelten, unterwarfen die Römer dieses Gebiet. Im frühen Mittealter waren es dann germanische Stämme, die hier eine Heimat suchten. Ihnen folgten die Ungarn, die es in einer Wanderung besiedelten und dort nun endlich sesshaft wurden. Diese frühen Ungarn nahmen alsbald das Christentum an und orientierten sich eindeutig nach Mitteleuropa. Durch die türkische Invasion kam das Gebiet unter die Herrschaft der Osmanen von denen es systematisch ausgebeutet wurde. Im 18. Jh. endlich wurden diese durch die wiedererstarkten europäischen Kräfte in mehreren Feldzügen (Befreiungskriege) besiegt und vertrieben. Nach Beendigung dieser schweren Kämpfe kamen deutsche Siedler, vorwiegend fleißige Bauernsöhne und Bauerntöchter. Sie erhielten verschiedene Vorrechte. Sie brachten aber auch neues Gewerbe, modernere Wirtschaftsmethoden und Bräuche aus ihrer Heimat ins Land. Die Ansiedlung veränderte die Nationalitätenstruktur und auch die konfessionelle Zusammensetzung der Bevölkerung. Neben den Ungarn leben Deutsche und Südslawen hier. Die überwiegend von Katholiken besiedelte Region Zengöalja ist von Diasporen der Reformierten, Evangelischen und Griechisch- Orthodoxen durchsetzt. All dies gibt dem Land abwechslungsreiche Züge; nebeneinander bestehen verschiedene Volksbräuche und Traditionen.